In der New Design University in St. Pölten fand am gestrigen Dienstagabend die Verleihung des niederösterreichischen Journalismuspreises statt. Die Auszeichnung, die bereits zum 16. Mal vergeben wurde, wird vom „Verein zur Förderung des Journalismus in Niederösterreich“ ausgeschrieben. Die Einreichungen wurden von einer hochkarätigen Jury unter dem Vorsitz von Georg Wailand bewertet. Der erste Preis, dotiert mit 4.000 Euro, ging an Kristina Leitner, den zweiten Platz (3.000 Euro) belegte Louis Ebner, darüber hinaus wurde der dritte Platz zwei Mal vergeben, und zwar an Markus Strohmayer (1.000 Euro) und Felix Attalah (1.000 Euro).
Politik und Journalismus hätten das gemeinsame Ziel, „Verantwortung für die Gesellschaft zu übernehmen“, meinte Landeshauptfrau Mikl-Leitner im Interview mit Moderatorin Alice Herzog. Hier brauche es gegenseitige Wertschätzung und Respekt – „trotz unterschiedlicher Standpunkte und Sichtweisen“. Politik habe auch die Aufgabe, ihre Entscheidungen und Vorhaben zu erklären. Aufgabe der Journalistinnen und Journalisten sei es, „objektiv zu informieren, damit sich die Menschen eine eigene Meinung bilden können“. Einem Social Media-Verbot für Unter-14-Jährige stehe sie „grundsätzlich positiv“ gegenüber, so die Landeshauptfrau. Es sei „klar, dass Social Media in unser aller Leben Einzug gehalten hat“, und damit auch alle verbundenen Gefahren wie Desinformation und Fake News. Daher brauche es zusätzlich zum Verbot vor allem auch ein Mehr an Medienkompetenz. Darüber hinaus sprach sie sich für eine „Balance zwischen der Nutzung von Social Media und den sozialen Kontakten“ aus. Social Media könne den echten Austausch, das persönliche Gespräch, nicht komplett ersetzen, meinte sie.
Der Obmann des Vereins zur Förderung des Journalismus in Niederösterreich, Daniel Lohninger, betonte, der Journalismuspreis gebe „den jungen Journalistinnen und Journalisten die erste große Bühne“ und hob vor allem auch die Vielzahl der Einreichungen in diesem Jahr hervor. Der Präsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich, Wolfgang Ecker, betonte die Bedeutung eines qualitätsvollen Journalismus. In einer Diskussionsrunde zum Thema Social Media-Verbot kamen Martin Gebhart (Chefredakteur des Kurier), Claudia Schubert (Chefredakteurin ORF Niederösterreich), Daniel Lohninger (Chefredakteur der NÖN) sowie Nicole Resch und Benjamin Wartha, Social Media-Mitarbeiter von Raiffeisen, zu Wort.
Der „Verein zur Förderung des Journalismus in Niederösterreich“ unterstützt junge angehende Journalistinnen und Journalisten und bietet ihnen ein praxisorientiertes Ausbildungsprogramm. Jährlich vergibt der Verein an fünf angehende Journalistinnen und Journalisten ein Stipendium, das den Einstieg in die Branche erleichtern soll. Weiters initiiert der Verein jährlich den NÖ Journalismuspreis, der außergewöhnliche journalistische Beiträge (mit Niederösterreich-Bezug) zu einem vorgegebenen Thema auszeichnet. Teilnahmeberechtigt sind alle Journalistinnen und Journalisten aus der EU bis zum 30. Lebensjahr mit maximal fünfjähriger nachweisbarer Berufserfahrung. Eingereicht werden können Print-, Radio-, TV- sowie Online-Beiträge oder jede andere journalistische Darstellungsform. Das Thema des diesjährigen Journalismuspreises lautete: „Ist das Social-Media-Verbot für Unter-16-Jährige Schutz für die Jugend oder Einschränkung der Meinungsfreiheit für Junge?“.
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Der erste Platz ging an Kristina Leitner (m.), im Bild mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Obmann Daniel Lohninger.

Louis Ebner (m.) belegte den zweiten Platz, im Bild mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Obmann Daniel Lohninger.

Der dritte Preis ging an Felix Attalah (m), im Bild mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Obmann Daniel Lohninger.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner bei der Verleihung des 16. NÖ Journalismuspreises.
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